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Pflege und Aufzucht von Reptilien

Reptilien sind keine pflegeleichten Haustiere. Wer darüber nachdenkt, sich einen Leguan, Bartagame oder einen Gecko anzuschaffen, weil diese fremdartigen Wesen ihn schon immer faszinierten, muss sich darüber klar sein, dass diese Tiere zeit- und kostenintensiv sind. Insbesondere sollte dabei auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, die Tiere in Pflege geben zu können, wenn dies einmal erforderlich sein sollte, zum Beispiel im Urlaub.

Für die Haltung, Ernährung und Pflege der Tiere sind in jedem Fall Fachkenntnisse und ein Fachgeschäft für Tierbedarf erforderlich. Das beginnt mit der Einrichtung eines ausreichend großen Terrariums, dessen Klima und Umgebung dem natürlichen Lebensraum der Tiere angepasst werden muss. Es geht weiter mit der Beschaffung und Bevorratung geeigneter Nahrung und der Einhaltung von Fütterungszeiten. Das kann auch bedeuten, dass Futtertiere gehalten und gezüchtet werden müssen, um dem ein entsprechendes Nahrungsangebot machen zu können. Und auch die Möglichkeit und Notwendigkeit einer medizinischen Behandlung oder der regelmäßigen Verabreichung von Medikamenten ist in vielen Fällen Teil der Pflege.

Die Erfordernisse im Einzelnen unterscheiden sich von Art zu Art. Eine nicht artgerechte Haltung ist übrigens nicht einfach ein Versäumnis gegenüber dem Tier. Sie ist auch ein Verstoß gegen geltendes Recht. Das Tierschutzgesetz schreibt eine artgerechte Haltung von Tieren vor. Dazu zählt nach den Empfehlungen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch der Erwerb entsprechender Fachkenntnisse vor Anschaffung eines solchen Haustiers. Die sogenannten „Mindestanforderungen für die Haltung von Reptilien“ sind auf der Website des Ministeriums als Download erhältlich und umfassen 75 Seiten. Sicher bieten sie für Einsteiger einen guten Überblick und zahlreiche nützliche Informationen.